(Lesezeit ca. 5 Min)

Stell Dir Folgendes vor:

Angenommen, Du bist umgeknickt und erleidest einen Bänderriss im Sprunggelenk (was ich natürlich nicht hoffe).

Wen würdest Du eher bevorzugen, den Allgemeinmediziner oder den Sprunggelenk Spezialisten? Sicherlich würdest Du Dich für den Spezialisten entscheiden. Schließlich ist er Fachmann auf seinem Gebiet und kann Dich optimal beraten.

Wie sieht es mit dem Preis aus? Würdest Du erwarten, dass der Spezialist mehr Geld verlangt als der Allgemeinmediziner? Auch hier gibt es ein klares Ja! Deine Rechnung wäre deutlich höher. Schließlich entscheidest Du Dich für die beste Leistung – der Preis des Spezialisten spielt eine untergeordnete Rolle.

Im Gegensatz zum Allgemeinmediziner ist der Sprunggelenk Spezialist also gut positioniert. Er zieht Kunden, die ein konkretes Problem haben an, für die er passende Lösungen anbietet und mehr Geld verlangen kann.

Das kannst Du auch.

Und dabei ist egal, ob Du Frisör, Bäcker oder Apotheker bist. Wenn Du Dich in einer Nische positionierst, wirst Du zu dem Experten.

Du willst Dich schärfer Positionieren?

Dann ist dieser Artikel genau das Richtige für Dich!

Weg #1 Formuliere Deinen Pitch.

Stell Dir vor, Du bist auf einem Networking Event und jeder der Anwesenden stellt sich kurz vor. Jetzt bist Du an der Reihe. Wie stellst Du Dich vor?

  • Sagst Du Deinen Namen, wo Du herkommst und was Du machst?
  • Kommst Du ins zögern oder
  • hältst vielleicht einen minutenlangen Monolog?

Falls einer der Punkte zutrifft, solltest Du Dich unbedingt mit Deinem Pitch beschäftigen. Denn die Chance ist groß, dass sich innerhalb kürzester Zeit niemand mehr an Dich erinnert!

Du willst aber doch Deine Zuhörer neugierig machen und Dich in ein gutes Licht rücken, oder? Und das gilt nicht nur im Gespräch, sondern auch für Deine Online Präsenz (z.B. Website, Facebook).

Worauf solltest Du bei Deinem Pitch achten?

Nach T.J. Walker solltest Du das Interesse der Zuhörer wecken, in Erinnerung bleiben und einen Anlass geben, warum Dich jemand ansprechen sollte.

Der Pitch sollte auf Deine Zuhörer angepasst sein und maximal 30 Sekunden dauern. Hier ein Beispiel (auf Englisch):

Der Pitch lässt sich in drei Schritte einteilen:

  1. Skizziere ein für Deine Zielgruppe relevantes Problem. Erkläre z.B. eine mögliche Situation, die einen Konflikt darstellt. Typische Einleitungen:
    • Stellen sie sich vor…
    • Wussten Sie schon, …?
    • Was wäre, wenn …?
  2. Stell Dich kurz vor (Name und Lösungen, die Du anbietest).
  3. Biete eine spezifische Lösung kostenfrei an: z.B. eine Checkliste, die Du im Austausch mit den Kontaktdaten der Interessenten per E-Mail übersendest (Deine Lösung sollte Dir keine zusätzlichen Kosten verursachen).

Aufgabe: Erstelle Deinen eigenen Pitch. Überlege Dir ein wichtiges Problem Deiner Zielgruppe, wie Du es löst und was Du Ihnen als Lösung kostenfrei anbieten kannst.

Weg #2 Pack Dein Wissen in eine Story.

Geschichten begeistern uns Menschen. Das hat auch gute Gründe. Denn Geschichten ermöglichen es uns, Erfahrungen zu teilen, Wissen weiterzugeben, sowie Werte und Normen zu vermitteln.

Mach Dir die Power von Storys für zu Nutze, indem Du Dein Wissen optimal vermittelst und in den Köpfen Deiner Kunden verankerst, denn:

Eine Story

  • aktiviert und bringt Deine Kunden dazu, sich mit einer Thematik zu beschäftigen. Eine Story als Einstieg macht Deine Zielgruppe aufmerksam und bringt sie zum Zuhören.
  • emotionalisiert. Die durch die Story erzeugten Emotionen übertragen Deine Kunden weiter auf Deine Marke und Produkte.
  • begeistert und bringt Deine Leser dazu, Inhalte besser zu verstehen und weiterzuerzählen.
  • bindet. Eine unterhaltsame Story führt dazu, dass Deine Leser gerne wiederkommen und sich langfristig mit Dir binden.

Um diese Vorteile für Dich zu nutzen, musst Du Deine Story ansprechend aufbereiten.

Worauf kommt es bei einer spannenden Story an?

Nach Michael Hauge, einem der Top Storyteller Hollywoods, besteht eine Story aus drei wesentlichen Elementen:

Charakter. Ein Held (oder mehrere Helden), mit dem wir die Story erleben.

Wunsch. Ein Ziel, das der Held verfolgt.

Konflikt. Ein schwieriges Hindernis, dass der Held überwinden muss.

Die Magie dieser drei Elementen liegt darin, dass wir als Leser unbewusst in die Rolle des Helden eintauchen, wenn er sich auf sein Abenteuer begibt.

Es gibt verschiedene Handlungsstrukturen nachdem Du eine Story aufbauen kannst – Michael Hauge empfiehlt diese sechs Schritte:

  1. Setup. Wer ist der Held und wie sah der Alltag des Helden aus (vorher)? Welches Problem hatte er?
  2. Crisis. Was hat den Helden bewogen, sein Problem lösen zu wollen? Welche Möglichkeiten hat er in Betracht gezogen?
  3. Pursuit. Welche Schritte hat der Held unternommen, um sein Ziel zu erreichen?
  4. Conflict. Welche Hürden standen ihm im Weg? Welche Rückschläge musste er hinnehmen?
  5. Climax. Wann hat der Held die Hürde überwunden?
  6. Aftermath. Das Ziel ist erreicht. Wie sieht das neue Leben des Helden aus (nachher)?

Wie packst Du Dein Wissen in eine Story?

Am besten mit Deiner eigenen Story, in der Du der Held bist (oder Dein Kunde). Du solltest Dir vorab klar sein, welche Emotionen Du beim Leser auslösen möchtest. Dabei muss Deine Story nicht perfekt sein. Sie entwickelt sich mit der Zeit.

  1. Gewinne die Aufmerksamkeit des Lesers (z.B. durch Bilder oder Video).
  2. Verbinde Dich mit Deinem Leser, indem Du Deine persönliche Geschichte (oder die Deines Kunden) erzählst.
  3. Stell Dein Problem dar und zeige, wie Du dieses Problem gelöst hast.
  4. Fordere Deinen Leser zum Handeln auf (Call-to-Action).

Aufgabe: Erstelle Deine eigene Story. Überlege Dir, wie Du die Aufmerksamkeit Deiner Zielgruppe gewinnst.

Weg #3 Veröffentliche Dein Wissen.

Für Deine erfolgreiche Experten Positionierung ist es wichtig, Dir einen Ruf als Experte aufzubauen. Dazu solltest Du themenrelevante Inhalte erstellen und auf verschiedenen Kanälen veröffentlichen. Das schafft Dir einen Zugang zu Deiner Zielgruppe.

Das eigene Buch ist der beste Weg, um sofortigen Expertenstatus zu erzielen. Allerdings kann die Erstellung eines eigenen Buchs, gerade am Anfang, eine zu große Hürde darstellen.

Eine weitere Möglichkeit liegt in der Erstellung von kostenlosen Inhalten, die Du z.B. als Artikel auf deinem Blog veröffentlichst.

Um Dir das Erstellen von Inhalten zu erleichtern, kannst Du es in verschiedenen Formaten aufbereiten. Das schafft Dir Abwechslung und Optionen, um Inhalte mehrfach aufzubereiten. So nimmst Du beispielsweise ein Video auf, extrahierst daraus die Tonspur und transkribierst das gesprochene Wort zu einem Text:

– Das Video lädst Du hoch auf Deinen YouTube Kanal,

– die Audiodatei nutzt Du für Deinen Podcast,

– den Text veröffentlichst Du als Artikel auf Deinem Blog.

Sobald Du einige Artikel erstellt hast, kannst Du Deine beliebtesten Artikel zusammenführen und als Buch veröffentlichen.

Falls Du bereits über verschiedene Inhalte verfügst, kannst Du diese wiederverwerten. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Weg #4 Promote Deine Inhalte und vermarkte Dein Wissen.

Viele Blogger empfehlen, dass das Promoten der Inhalte mindestens genauso viel Zeit in Anspruch nehmen sollte wie das Schreiben. Derek Halpern empfiehlt sogar eine 80/20 Verteilung: 80% des Aufwands sollten in Promotion und 20% ins Schreiben fließen.

Das klingt erst einmal heftig. Was allerdings bringt Dir der beste Artikel, wenn Du keine Leser hast? Richtig, nichts. Erfahre hier wie Du Deine Inhalte promoten kannst.

Darüber hinaus solltest Du Dein Wissen vermarkten; speziell um Umsätze zu erzielen, z.B. durch:

  • Informationsprodukte,
  • Coachings oder
  • Persönliche Beratung.

Tipp #5 Trete professionell auf.

Sobald jemand mit Dir und Deiner Marke in Kontakt kommt, solltest Du für einen professionellen Eindruck sorgen. Schließlich bist Du Experte auf Deinem Gebiet. Diese Erwartungshaltung muss sich bei Deiner Zielgruppe erfüllen.

Zu einem professionellen Auftritt zählen beispielsweise die Gestaltung Deiner Website, Social Media, E-Mails, Unterlagen oder Werbemittel.

Aspekte, die Du dabei berücksichtigen solltest…

Farbwahl. Jede Farbe erzeugt eine unterschiedliche Wirkungfür welche entscheidest Du Dich? Während die Farbe Blau für Kompetenz, Vertrauen und Seriosität steht, kann die Farbe Rot mit Energie und Liebe, allerdings auch mit Gefahr in Verbindung gebracht werden.

Logo. Dein Logo macht Dich einzigartig und sorgt für Wiedererkennung. Auf den Plattformen Fiverr oder 99designs kannst Du Dein Logo entwerfen lassen.

Marketing. Nutze kurze, prägnante und konsistente Botschaften, um Deine Marke zu transportieren.

Fotos. Investiere in hochwertige Fotos, die Dich und Deine Produkte darstellen.

Weg #6 Halte Vorträge zu relevanten Themen.

Ein weiterer Weg zu einer erfolgreichen Positionierung als Experte liegt in dem Halten von Vorträgen. Allein, dass Du zu einem Thema etwas zu sagen hast, wirkt in den Augen der Zuhörer kompetent.

Suche aktiv nach Gelegenheiten, über Dein Expertenthema zu referieren und sei vorbereitet, auch mal spontan einen Vortrag halten zu können (z.B. wenn ein Redner ausfällt und Du kurzfristig einspringen kannst).

Weg #7 Hol Dir Hilfe.

Gerade wenn es um Deine eigene Positionierung geht, ist es sinnvoll Dir selbst einen Experten zu suchen, der Dir mit Rat und Tat zur Seite steht. Falls Du konkrete Fragen hast, schick mir gerne eine Nachricht an frage@torstennicolini.com.

Lass es mich unten in der Kommentarbox wissen: Was unternimmst Du für Deine erfolgreiche Positionierung als Experte?

P.S. Bitte teile diesen Artikel, sodass auch andere ambitionierte Menschen die Chance haben, sich erfolgreich als Experte zu positionieren…

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Torsten
Torsten

Torsten hilft ambitionierten Einzelunternehmern, sich mit ihrem Thema als Experte zu positionieren. Sei es das passende Zielbild zu erstellen, die eigene Online Präsenz aufzubauen oder den eigenen Expertenstatus zu etablieren.

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