(Lesezeit ca.4Min)

Du denkst wahrscheinlich, der Titel klingt verrückt.

Er klingt nicht nur verrückt, er ist sicherlich verrückt. Schließlich ist die Conversion Rate einer der wichtigsten Kennzahlen zur Erfolgsmessung im Marketing – nicht wahr?

Teilweise richtig…

  • Um Erfolg zu messen? Ja.
  • Um Erfolg zu garantieren? Nein.

In der Conversion Rate kommen verschiedene Elemente zusammen. Sie ist die Summe aller Bemühungen und zeigt, ob Du erfolgreich warst oder nicht.

Jedoch sagt sie nichts darüber aus, wie gut jedes einzelne Element funktioniert.

Wir wollen also nicht sagen, dass die Conversion Rate Priorität vor allem anderen haben sollte. Zumindest nicht, bevor Du nicht auf alle anderen Elemente eingegangen bist.

Verwirrt? Keine Sorge. Lass uns mit einigen Fragen starten, um zu starten, was Du bei der Conversion Rate Optimierung beachten solltest.

Hast Du etwas anzubieten?

Wenn Du bereits ein laufendes Unternehmen hast, solltest Du über diesen Punkt hinaus sein.

Denn die meisten, die sich mit der Optimierung beschäftigen…

  • haben bereits ein Angebot,
  • bekommen die notwendige Nachfrage für das Angebot und
  • haben es entsprechend platziert.

Um jedoch nicht zu kurz zu kommen:

Stelle Dir vor, Du hast noch kein Angebot erstellt.

Du versuchst also zunächst, ein Publikum zu gewinnen. Wahrscheinlich, indem Du Dir eine E-Mail-Liste um ein paar Ideen herum aufbaust.

Dann sollte Deine erste Priorität lauten: Entwickle eine Idee zu einem Produkt oder einer Dienstleistung. Das ist alles.

Denn Dein Publikum hilft Dir bei der Validierung von Ideen. Dazu brauchst Du allerdings keine riesige E-Mail-Liste. Ebenso braucht es keinen voll-automatisierten Sales Funnel.

Einfach ausgedrückt: Deine Conversion Rate spielt im Moment keine Rolle. Denke also nicht einmal daran.

Baue zuerst ein unwiderstehliches Angebot inkl. effektivem Auslieferungssystem für Dein Publikum auf.

Wie Du es in zwei einfachen Schritten umsetzt:

Schritt #1: Definiere das Problem, das Du mit Deinem Produkt bzw. Deiner Dienstleistung löst.

Schritt #2: Beginne damit, Deinen Sales Funnel um dieses Produkt bzw. diese Dienstleistung herum zu gestalten.

Hast Du die richtigen Leute im Visier?

Du hast also ein Produkt, was Du jetzt an die Menschen bringst.

Viele Unternehmen scheitern jedoch daran, ihre Zielgruppe richtig zu verstehen.

Doch Du musst sicherstellen, dass Du die richtigen Leute ansprichst.

Sonst wirst Du nie an den Punkt kommen, an dem die Conversion Rate Optimierung überhaupt eine Rolle für Dich spielt.

Wenn Du an den falschen Orten bei den falschen Leuten auftauchst, wird sich keiner interessieren. Ganz gleich, wie gut Dein Angebot auch aussieht.

Zum Beispiel:

Stelle Dir vor, Du versuchst, einen Kurs zur Herstellung Deiner eigenen Kosmetik zu verkaufen.

Wer würde Dein Publikum sein? Wo würdest Du sie finden? Worüber würdest Du sprechen? Welche Websites besuchen sie? Welche Artikel lesen sie?

Wenn Du diese Dinge nicht weißt, kennst Du Dein Publikum nicht. Du wirfst nur ein weites Netz aus und hoffst auf Zufall und Glück.

Das kannst Du stattdessen tun:

Schritt #1: Finde heraus, wer Dein Zielpublikum ist und welche Probleme es hat.

Schritt #2: Bestimme Deinen Wunschkunden und erstelle einen Kundenavatar.

Schritt #3: Formuliere einen einfachen Angebotssatz, z. B. nach dem Schema: „Wie Du als [Dein Wunschkunde] das Ergebnis [Endresultat] in [Zeit] erreichst, indem ich [Deine Methode] verwende, damit Du nie wieder [Schmerzpunkt] hast und [Bedürfnis] erfüllst.”

Schritt #4: Ernte die Früchte Deiner Arbeit. Vielleicht siehst Du ja sogar, wie Deine Conversion Rate dadurch steigt, dass Du Dich direkt an die Leute wendest, die an Deiner Arbeit interessiert sind.

3: Kauft Dein Publikum alles, was es kann?

Deine Zielgruppe rennt Dir die Türen ein. Dein Produkt bzw. Deine Dienstleistung ist ein wahrer Erfolg.

Jetzt kommt es darauf an, die Conversion Rate zu optimieren.

Es gilt, so viele Besucher wie möglich in kaufende Kunden zu verwandeln.

Nun ja, nicht ganz!

Du verdienst zwar Anerkennung dafür, dass Du bisher alles richtig gemacht hast, aber Du könntest noch mehr tun, um mehr zu verdienen – ohne der Conversion Rate Optimierung den Vorrang zu geben.

Das Ziel Deines Unternehmens ist letztendlich der Gewinn bei gleichzeitiger Wertschöpfung, nicht wahr?

Vor diesem Hintergrund gibt es eine Reihe von Dingen, die Du an dieser Stelle tun kannst:

  • neue Produkte und Dienstleistungen erstellen
  • einen Mitgliederbereich aufbauen
  • Coaching anbieten
  • Empfehlungsmarketing betreiben

… und vieles mehr.

Die meisten davon fallen jedoch unter einen relativ neuen Begriff: Die Lead Value Optimierung (LVO).

Im Wesentlichen läuft die Lead Value Optimierung darauf hinaus, dass jeder Lead mehr Geld ausgibt, anstatt mehr Besucher zu Käufern zu machen. Besonders effektiv ist dies bei einer teuren Produktlinie.

Das Konzept ist einfach:

Bringe einen Kunden an die Kasse. Sorge dafür, dass er Dich nicht vergisst, indem Du ihn z. B. Deiner E-Mail-Liste hinzufügst.

Verkaufe weiter. Wirb für andere Produkte. Verdiene mehr Geld.

Aber es wird von vielen Unternehmen deutlich zu selten genutzt.

Warum? Weil sie jeden abschreiben, der beim ersten Durchgang nicht konvertiert hat, und sich stattdessen weiterhin bemühen, die Conversion Rate zu optimieren.

Mit der Lead Value Optimierung kannst Du mehr Geld verdienen als mit dem alleinigen Fokus auf die Conversion Rate Optimierung. Denn Du konzentrierst Dich darauf, mehr Geld von denjenigen zu bekommen, die bereits gekauft haben, und nicht darauf, neue Käufer zu gewinnen.

Wir alle wissen, wenn wir einmal irgendwo Geld ausgegeben haben und eine gute Erfahrung gemacht haben, sind wir wahrscheinlich eher bereit, dort wieder Geld für ein Produkt bzw. eine Dienstleistung auszugeben.

So funktioniert es.

Wenn es Deinen Kunden bei Dir gefällt und es sich für sie lohnt, werden sie Dir ausreichend vertrauen, um weiter bei Dir zu kaufen.

Lass es uns in die Tat umsetzen…

Schritt #1: Wenn Du noch nicht soweit bist, starte mit dem Aufbau Deiner E-Mail-Liste. Selbst wenn die Leute beim ersten Besuch nicht sofort kaufen, hast Du immer noch die Chance, auf sie zurückzukommen, wenn sie in Deiner Kontaktliste stehen.

Schritt #2: Starte mit einer Marketingkampagne, die darauf abzielt, bei den Leuten nachzufassen, wenn sie beispielsweise noch nicht gekauft haben. Erfahre hier mehr über das Thema Retargeting.

Schritt #3: Verweise, werbe und führe Upsells Verdiene mehr Geld und mache Dein Unternehmen erfolgreicher.

Schlussbemerkungen zur Conversion Rate Optimierung

So, jetzt hast Du wahrscheinlich einige Dinge gefunden, an denen Du neben Deiner Conversion Rate Optimierung arbeiten kannst.

Jetzt heißt es, loslegen!

Jedes erfolgreiche Unternehmen wird sich kontinuierlich mit all diesen Elementen befassen. Auf regelmäßiger und proaktiver Basis.

Stelle zuerst immer sicher, dass Dein Sales Funnel funktioniert.

Welche Angebote vertreibst Du? Wie lautet Dein Angebotssatz? Hinterlasse mir gerne ein Kommentar!

PS: Bitte teile diesen Artikel auf Social Media, sodass auch andere ambitionierte Menschen die Chance haben, den richtigen Fokus für ihr Unternehmen zu finden…

Viel Spaß bei Deiner erfolgreichen Umsetzung,

Dein Torsten

Klicke auf 5-Sterne, wenn Dir der Beitrag gefällt!
[Stimmen: 3 | Ø-Bewertung: 5]

Torsten
Torsten

Torsten hilft ambitionierten Einzelunternehmern, sich mit ihrem Thema als Experte zu positionieren. Sei es das passende Zielbild zu erstellen, die eigene Online Präsenz aufzubauen oder den eigenen Expertenstatus zu etablieren.

Kommentiere diesen Beitrag

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.