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Ganz gleich, in welcher Branche Du mit Deinem Business unterwegs bist – Du brauchst vor allem eines: Kunden.

Doch Kunden fallen nicht vom Himmel – sie durchlaufen einen Prozess, bei dem es vor allem darauf ankommt, dass Du für Aufmerksamkeit sorgst und schließlich ihr Interesse gewinnst.

Das führt uns zum Thema Leadgenerierung.

Was ist ein Lead?

Der Begriff Lead beschreibt eine Person, die Dir ihre Kontaktdaten anvertraut, damit Du sie zukünftig kontaktieren kannst – ein Lead ist demnach nichts anderes als ein qualifizierter Interessent.

Oftmals übergibt Dir der Interessent seine Kontaktdaten im Austausch mit einer Gegenleistung, z.B. einer Checkliste oder einem kostenfreien Kennenlerngespräch, die Du ihm anbietest.

Der Vorteil liegt darin, dass Du einen Anreiz schaffst – denn nur wenige Menschen sind bereit, ihre Kontaktdaten „umsonst“ weiterzugeben.

Ein Geschenk erhöht die Wahrscheinlichkeit, an die Kontaktdaten Deiner Besucher zu kommen.

Aus Leads werden daher deutlich öfter spätere Kunden – im Vergleich zu Besuchern, die einfach nur auf Deiner Seite vorbeischauen.

Gerade, wenn Du in starke Vorleistung gehst und Möglichkeit zum Vertrauensaufbau bietest (siehe Prinzip der Reziprozität).

Oftmals kommen Besucher einmal vorbei, und dann nie wieder, weil die Chance der Leadgenerierung verpasst wurde – z.B. aufgrund eines fehlenden Anmeldeformulars auf einem Deiner Blogartikel.

Liegen Dir die Kontaktdaten einmal vor, kannst Du immer wieder mit Deinen potenziellen Kunden in Kontakt treten, z.B. durch E-Mail Marketing.

Warum ist Leadgenerierung wichtig?

Leadgenerierung bietet enormes Potenzial, um Dir langfristig einen Kundenstamm aufzubauen und Neukunden zu gewinnen.

Über Leads bekommst Du Informationen über Bedürfnisse, Probleme und Wünsche Deiner Zielgruppe. Das hilft Dir u.a. dabei, Produkte und Dienstleistungen zu verbessern.

Leads am laufenden Band – geht das?

Stell Dir vor, Du baust ein System auf, mit dem es Dir möglich ist, rund um die Uhr neue Leads zu gewinnen.

Klingt nach einem Traum?

Es ist aber gar nicht so abwegig.

Um 24/7 Leads zu generieren brauchst Du im Prinzip nur ein Formular…

  • auf das Du Deine Besucher schickst und
  • in das sich potenzielle Interessenten eintragen, die Dir erlauben, sie zukünftig kontaktieren zu dürfen.

Wenn Du erfahren möchtest, wie Du effektiv Leads generieren kannst, helfen Dir diese 8 Wege zur Leadgenerierung weiter:

#1 Biete Inhalte, die Deine Kunden lieben.

Nehmen wir das Thema Marketing.

Um neue Leads zu generieren, musst Du Dir spezifische Themen heraussuchen, zu denen Du Inhalte erstellst – z.B. Themen wie SEO, E-Mail Marketing oder Landing Pages.

Unterteile das Hauptthema in Unterthemen – z.B. über Kategorien auf Deinem Blog oder speziellen Seiten – mit dem Ziel, Deine Zielgruppe zu segmentieren.

Wenn Du Deinen Besuchern auf diesen Seiten dann spezifische Angebote machst, erhöhst Du die Chance, mehr Leads zu gewinnen.

Tipp: Überleg Dir, wie Du Dich von der Masse abheben kannst – z.B. durch Experten Spezialisierung

#2 Nutze die besten Leadmagneten.

Ein Leadmagnet macht genau das, was sein Name verspricht: er zieht neue Leads an und überzeugt sie, zu konvertieren. Der Leadmagnet bietet einen enormen Wert für Deine Besucher, zum kleinen Preis!

Dabei muss es nicht immer das klassische eBook oder Whitepaper sein; nutze Checklisten oder Vorlagen – sie sind schnell erstellt und versprechen einen hohen Wert, um Deiner Zielgruppe bei einem konkreten Problem helfen zu können.

Welcher Leadmagnet für Deine Zielgruppe am besten passt? Starte einfach eine Umfrage – und lass Deine Community entscheiden, welchen Leadmagnet sie für den besten hält.

Starte in einem weiteren Schritt einen A/B Split Test, um Deinen Prozess zu optimieren und lerne Leads zu gewinnen.

#3 Automatisiere Dein Marketing.

Wusstest Du, dass mehr als die Hälfte aller Unternehmen digitale Marketing Automation nutzen? Und es werden immer mehr…

Wenn Du nicht mit auf diesen aufspringst, verpasst Du eine riesen Möglichkeit.

Automatisierte Aufgaben, A/B Split Tests oder Datenanalyse können Deine Arbeitszeit drastisch reduzieren.

Setz es um, z.B. durch professionelles E-Mail Marketing – das bringt uns zum nächsten Punkt!

#4 Steigere die Interaktion mit E-Mail Marketing.

Such Dir eine E-Mail Marketing Software, die für Dich passt.

Für den Einstieg empfehle ich MailChimp. Bis zu 2.000 Kontakte und 20.000 E-Mails im Monat sind hier kostenlos.

Wenn Du Dich einmal für E-Mail Marketing entscheidest, starte mit einer Kampagne, in der Du verschiedene E-Mails sequenziell aufeinander aufbaust (meine erste E-Mail Kampagne: hier klicken)

Mit Blick auf den Sales Funnel:

Zu Beginn sind Leads nicht kaufbereit. Wahrscheinlich wissen sie noch nicht mal, dass sie ein Bedürfnis haben, Deine Leistungen in Anspruch zu nehmen.

Stell Dich und Deine Marke deshalb zunächst einmal vor. Entwickle Deine Leads erst dann weiter.

Wenn Leads erfolgreich durch den Funnel geführt wurden, sind sie am Ende kaufbereit.

Denn aus Besuchern wurden Leads, die nun einige Informationen über Dich bekommen haben und sich mit Dir identifiziere können – deshalb:

Füll Deine E-Mails mit wertvollen Inhalten, wie Webinare, Gutscheinen oder anderen Anreizen, sodass Du Deine Leads entwickelst und sie schließlich bei Dir kaufen.

#5 Optimiere Deine Website.

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Dich potenzielle Kunden das erste Mal über Deine Website finden.

Nutze diese Möglichkeit, um neue Leads zu generieren:

  • Achte insbesondere darauf, dass Besucher sofort erkennen, worum es bei Dir geht.
  • Platziere Call-to-Actions an den passenden Stellen (nutze dazu z.B. Heatmaps).
  • Nutze Landing Pages, um neue Leads zu gewinnen.

#6 Nutze den Vorteil von Danke Seiten.

Nachdem sich Dein Lead in eins Deiner Anmeldeformulare eingetragen hat, wird er zur Danke Seite weitergeleitet. Hier hast Du die Möglichkeit, maßgeschneiderte Angebote zu machen, die Deinen Lead weiterentwickeln.

Frage Dich, was der nächste logische Schritt ist, wenn sich ein Interessent in Deiner Liste einträgt.

  • Möchtest Du ihn in eine Facebook Gruppe leiten?
  • Gibt es ein Einstiegsangebot, Tripwire, das neue Interessenten zum ersten Kauf bewegt?
  • Oder gibt es einen interessanten Blogbeitrag, den Du zum Thema anbieten kannst?

Platziere einen entsprechenden Call-to-Action auf Deiner Danke Seite.

Weiterführender Link: 9 Elemente einer hochkonvertierenden Danke Seite inkl. Beispiele (auf Englisch)

#7 Überzeuge mit Deinen Calls-to-Action.

Calls-to-Actions sind ein wichtiger Faktor, um neue Leads zu generieren. Damit sie ihren Zweck erfüllen, solltest Du Dich an Best Practices orientieren:

  • Garantien – Sprich Zufriedenheits- oder Geld-zurück-Garantien aus.
  • Soziale Bewährtheit – Untermauer den Nutzen und die Vorteile, die ein neuer Lead bei Dir bekommt, wenn er sich einträgt. Eine Möglichkeit sind Kundenstimmen oder Zahlen, Daten, Fakten.
  • Formulierung – Gib klare Anweiseungen und schreib aktiv.
  • Magische Wörter – Nutze Wörter, die gut funktionieren – z.B. “jetzt” oder “sofort” (Dringlichkeit).
  • Gestaltung – Nutze Buttons, die ins Auge fallen und sich vom Rest der Seite abheben (Kontrast ist wichtig).
  • Platzierung – Platziere nach jeder E-Mail, jedem Blogbeitrag oder Gespräch einen Call-to-Action, den Deinen Besucher dazu bringt, den nächsten Schritt zu gehen und sich in Deine Liste einzutragen.

Weiterführender Link: 31 Beispiele für effektive Calls-to-Action.

#8 Steigere die Conversion Rate.

Wo springen Deine Leads ab?

Nutze Google Analytics, um die Optin-Rate Deiner Anmeldeformulare zu messen – nur dann kannst Du sie auch optimieren.

Bei Google Analytics legst Du dazu am besten Ziele fest und baust einen Code auf die relevanten Seiten (Anmeldeseite und Danke Seite).

3 Tipps zur Steigerung der Conversion Rate:

  • Platziere einen Call-to-Action mehrmals (am Anfang, in der Mitte und am Ende – am Ende ist besonders wichtig, weil viele Leser direkt „durchscrollen“).
  • Setz auf Pop-ups (33 Beispiele auf Englisch)
  • Mach A/B Split-Tests.

Schlusswort

Wenn Du einmal verstehst, wie Leadgenerierung funktioniert, ist der Weg nach oben offen. Es beansprucht einen Planungsaufwand vorab. Wenn der Prozess einmal steht, geht es nur darum, zu analysieren und an Stellschrauben zu drehen, um bessere Conversion zu erzielen.

Leads zu generieren heißt qualifizierte Interessenten zu gewinnen.

Je mehr Leads Du hast, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, Umsätze zu erzielen.

Es gibt einige Wege, um neue Leads zu generieren.

Stell sicher, dass Du Mehrwert lieferst, Seiten optimierst und einzigartige Angebote erstellst.

Stell sicher, welche Leadmagneten sich für Deine Zielgruppe eignen. Automatisiere Deine Prozesse und nutze E-Mail Marketing.

Am Ende geht es darum, dass Du eine gesunde Beziehung zu Deinen Leads aufbaust.

Sei dort aktiv, wo sich Deine Zielgruppe aufhält.

Deine erfolgreiche Leadgenerierung:

  1. Biete Inhalte, die Deine Kunden lieben.
  2. Nutze Leadmagneten, um Deinen Besuchern einen Anreiz zu geben, ihre Daten bei Dir zu hinterlassen.
  3. Automatisiere Dein Marketing, um Kontakte zu organisieren und Dir eine Liste aufzubauen.
  4. Nutze E-Mail Marketing, um Leads zu entwickeln und in Kunden wandeln zu können.
  5. Optimiere Deine Website, indem Du gezielt Anmeldeformulare integrierst – verwende Landing Pages, um Deine
  6. Gestalte Deine Thank You Pages, um Deine Leads nach Anmeldung weiterzuentwickeln.
  7. Platziere Call-to.Actions an den richtigen Stellen.
  8. Optimiere die Conversion Rate.
  9. Nutze Offline Methoden.

Hinterlass mir gerne ein Kommentar: Welche Strategie nutzt Du, um Leads zu generieren?

P.S. Teile diesen Artikel bitte auf Social Media, um anderen ambitionierten Menschen die Chance, zu geben mehr Leads zu generieren…

Quellen

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Torsten
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Torsten hilft ambitionierten Einzelunternehmern, sich mit ihrem Thema als Experte zu positionieren. Sei es das passende Zielbild zu erstellen, die eigene Online Präsenz aufzubauen oder den eigenen Expertenstatus zu etablieren.

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