(Lesezeit ca. 8 Min)

Wenn es um Content Marketing geht, solltest Du als Dreh- und Angelpunkt Deinen eigenen Expertenblog im Fokus Deiner Aktivitäten sehen, über den Du Deine Inhalte veröffentlichst und neue Besucher gewinnst (z.B. durch Google und Social Media).

Sind Deine Inhalte erstmal auf Deinem Blog veröffentlicht, kann sie Google indexieren.

Ebenso kannst Du Deine Blogartikel weiter verwerten, um sie auf Facebook & Co. zu teilen.

Nur – woraus sollte Dein Content bestehen?

Und wo, wann und wie teilst Du ihn am besten?

Content nicht zu organisieren und nicht zu planen kann schnell zum Chaos führen.

Weil aber gerade Content Marketing maßgeblich dazu beiträgt, Deine Ziele als Unternehmer zu erreichen, solltest Du einen effizienten Weg zur Organisation Deines Contents finden.

In diesem Beitrag zeige ich Dir, wie Du dem Content Chaos Herr wirst und Inhalte auf einfache Weise organisierst und planst.

Und genau hier setzt der Content Marketing Plan an.

Das Schöne hierbei:

Ein einfacher Content Marketing Plan reicht bereits völlig aus.

Er beantwortet Dir die wichtigsten W-Fragen und verschafft Dir zu jederzeit einen Überblick über Deine Content Marketing Aktivitäten.

Das klingt interessant für Dich? Dann steigen wir tiefer ein.

Hier eine kurze Übersicht, wie sich der Beitrag in die verschiedenen Schritte aufteilt:

  1. Dein Content Setup
  2. Die Ideen Generierung
  3. Der Content Marketing Plan
  4. Die Content Produktion
  5. Die Content Promotion

Sicher Dir begleitend zu diesem Beitrag das „Content Marketing Workbook“. Am besten speicherst Du Dir die Datei lokal ab, um sie bearbeiten zu können.

In dem Workbook findest Du drei Blätter, mit begleitenden Fragen und Vorlagen zur erfolgreichen Erstellung Deines Content Marketing Plans:

[ Content Marketing Workbook Download ] [ Print Edition ]

1. Dein Content Setup

Dein Content Setup dient als vorbereitende Maßnahme, um Dein Content Marketing erfolgreich zu entwickeln.

Es bringt Dir nichts, wenn Du Dich einfach drauf losstürzt und Inhalte schreibst und veröffentlichst, die niemanden interessieren.

Damit ist Dir und vor allen Dingen Deinen Lesern nicht geholfen.

In diesem Kapitel soll es zunächst darum gehen, dass Du Klarheit über Deinen Wunschkunden bzw. Wunschleser sowie Deinem Expertenthema gewinnst.

Dabei setze ich voraus, dass Du Deinen Wunschkunden kennst und Dein Expertenthema bereits entwickelt hast.

Ist das nicht der Fall, leg ich Dir Nahe, die beiden Beiträge zu diesen Themen vorab durchzuarbeiten:

Darüber hinaus gehen wir in dem ersten Kapitel darauf ein, welches Ziel Dein eigener Blog verfolgen sollte und wie du Dein Expertenthema sinnvoll strukturierst.

Der Content Kompass

If you don’t have a goal, if you don’t have a vision, you just drift around and you’re not gonna be happy.

Arnold Schwarzenegger.

Was bedeutet dieses Motto für Deinen Content?

Wenn Du nicht weißt, wo Dein Content die Leser hinbringen soll, wissen es Deine Leser erst recht nicht.

Du solltest Dir klar darüber sein, warum Dein Expertenblog existiert.

Aus diesem Grund bitte ich Dich zunächst die wichtigsten Fragen für Dich zu beantworten – beantworte die Fragen dabei für zwei Situationen:

Einmal, bevor Dein Leser Deine Inhalte konsumiert.

Und ein zweites Mal, nachdem er Deine Inhalte konsumiert hat.

  • Wo steht Dein Leser, bevor er Deine Inhalte konsumiert? Wo danach?
  • Wie fühlt sich Dein Leser vorher? Wie nachher?
  • Welche Gedanken gehen Deinem Leser durch den Kopf vorher? Welche nachher?

Dein Expertenthema

Bevor Du Deine Content Themen festlegst, lass uns auf Dein Expertenthema schauen, das Du mit Deinem Blog besetzt.

Mit Deinem Expertenthema setzt Du die Grundlage für den Content, den Du zukünftig produzierst.

Im Kern geht es darum, Deinen Wunschkunden bei ihren Problemen, Wünschen und Bedürfnissen zu helfen.

Mit Deinen Inhalten gibst Du ihnen die Lösung, so dass sie sich weiterentwickeln.

  • Wem möchtest Du helfen?
  • In welchem Bereich möchtest Du ihnen helfen?

Beantworte Dir ebenso die Frage:

  • Warum gerade diese Menschen und warum gerade dieses Thema?

In einem Satz zusammengefasst sieht das dann beispielsweise so aus:

Ich helfe ambitionierten Einzelunternehmern (Wem?) erfolgreiches Experten Marketing (Worin?) zu betreiben, um sich als Experte zu etablieren, mehr Sichtbarkeit, Reichweite und Kunden zu gewinnen.

Dein Blog als Game Changer

Start with the end in mind.

Jetzt wo Du weißt, warum Dein Blog existiert und wem Du wirklich hilfst, frag Dich:

  • Welche Veränderung bedeutet Dein Blog für Deine Leser?

Wenn Du Dir darüber im Klaren bist, veröffentlichst Du zukünftig nicht nur einfach Inhalte, sondern siehst Deinen Content als Treibstoff für positive Veränderung Deiner Wunschkunden.

Welche Inhalte kannst Du produzieren, die dieses Ziel unterstützen?

Denke in Kategorien und Unterkategorien.

Jede Content Kategorie unterstützt dabei Dein übergeordnetes Ziel.

Nehmen wir an, Du hast einen Finanzblog und unterstützt 40- bis 50-jährige Hobbyinvestoren. Überlege, welche Content Kategorien den Lesern helfen könnten, ihr Ziel zu erreichen.

Diese könnten z.B. Portfolio, Anlagestrategie und Mindset lauten.

Wenn Du haderst, Content Kategorien für Deinen Blog zu entwickeln, stell Dir folgende Frage:

  • Welche Kategorien brauchst Du, um Dein übergeordnetes Ziel zu erreichen?

Teile im nächsten Schritt die Kategorien in Unterkategorien auf. Dabei kannst Du ebenso überlegen, welche Unterkategorien vorliegen müssen, um eine Kategorie vollständig abzudecken.

Die Unterkategorien helfen Dir im weiteren Verlauf dabei, passende Ideen und relevante Inhalte für Deine Wunschkunden zu erstellen.

  • Welche Unterkategorien kannst Du festlegen?

Um mehr Überblick beim Entwickeln Deiner Kategorien zu gewinnen, hilft Dir zusätzlich das Erstellen einer Mindmap.

Hier ein Beispiel zu meinem Blog (erstellt mit dem Gratis Tool Coggle.it): Mind Map Blog Kategorien Torste NicoliniAn dieser Stelle angekommen, bist Du den meisten Menschen da draußen bereits voraus. Wie gesagt, viele Menschen beschäftigen sich nicht in dieser Tiefe mit ihrem Content Marketing.

Nimm diesen Erfolg mit und halte die wichtigsten Punkte aus diesem Kapitel als Dein Content Setup schriftlich fest.

Das Worksheet zum Content Setup findest Du in dem Content Marketing Workbook auf Blatt Nr.1:

[ Content Marketing Workbook Download ] [ Print Edition ]

2. Die Ideen Generierung

Wenn Du an Deinem Content Marketing Plan arbeitest, geht es in erster Linie darum, Ideen zu generieren.

Anpassungen und Veränderungen kannst Du dann immer noch später vornehmen.

Es gibt verschiedene Methoden, um Content Ideen zu generieren.

Am besten nutzt Du die Research Methode.

Dabei suchst Du im Internet nach Ideen, die genau zu Deinem Content Kompass passen, den wir zu Beginn festgelegt haben.

Hier findest Du 7 hilfreiche Plattformen, um neue Ideen zu generieren:

  1. Facebook. Nutze die Suchfunktion in Facebook, um Gruppen zu finden, in der sich Deine Zielgruppe aufhält. Trete diesen Gruppen bei und suche nach Deinen Keywords, um herauszufinden, wo es bei den Leuten Probleme gibt und welche Fragen sie haben.
  2. Ubersuggest. Ubersuggest hilft Dir, neue Keyword Ideen zu finden, die auf Deinem eingegebenen Keyword beruhen.
  3. Buzzsumo. Finde die populärsten Inhalte und Domains zu Deinem Thema.
  4. Mitbewerber. Durchsuche die Blogs anderer Experten und schaue nach häufig geteilten und kommentierten Beiträgen.
  5. Pinterest. Durchsuche Pinnwände zu Deinem Themengebiet und sicher Dir die interessantesten Titel als neue Content Idee.
  6. AnswerThePublic. Finde heraus, welche Fragen die Leute in Deinem Land zu Deinen Keywords haben.
  7. iTunes – Podcasts. Durchsuche die iTunes Datenbank nach beliebten Titeln oder schau direkt in die Kanäle der besten Experten aus Deiner Branche. Auch in den Shownotes findest Du häufig interessante Themen.

Nicht alle Content Ideen, die Du generierst, werden neu sein.

Aber lass Dich davon nicht abhalten, wenn bereits andere über Deine Themen schreiben.

Überlege lieber, wie Du Dich mit Deinem Content absetzen kannst und etwas Einmaliges schaffst.

Indem Du z.B. über einen Aspekt sprichst, der so nirgends erwähnt wurde oder indem Du eine neue Perspektive zum Thema einnimmst.

Halte dir ebenso vor Augen:

Durchschnittlicher Content liefert durchschnittliche Ergebnisse.

Wenn Du Deine Ideen nicht gerade handschriftlich oder über Evernote & Co. organisierst, nutze gerne das Worksheet zur Ideen Generierung.

Du findest es in dem Content Marketing Workbook auf Blatt Nr.2:

[ Content Marketing Workbook Download ] [ Print Edition ]

3. Der Content Marketing Plan

Sobald Du die ersten Ideen zu Deinem Expertenthema generiert hast, übertrage sie in den Content Marketing Plan.

Stell Dir vorab die Frage:

Wie viele Inhalte möchtest Du erstellen und veröffentlichen?

Denkbar sind z.B. wöchentliche, zweiwöchentliche oder monatliche Beiträge.

Wenn es um Dein Content Marketing geht, zählen vor allen Dingen Stetigkeit und Ausdauer.

Content Marketing ist ein Marathon, kein Sprint.

Nimm Dir am Anfang nicht zu viel vor.

Taste Dich lieber schrittweise an kürzere Intervalle heran.

Aber verpflichte Dich gegenüber Deinem Rhythmus.

Nur so kannst Du Routine gewinnen und Fortschritte in Richtung Deines festgelegten Ziels machen.

Stell ebenso sicher, dass Du Deiner Community abwechslungsreiche Inhalte bietest.

Es macht keinen Sinn, dass Du 3x in der Woche die gleichen Inhalte veröffentlichst.

Grundsätzlich gibt es zwei Aspekte, wie Du Deinen Content Marketing Plan erstellst.

3.1 Wähle ein geeignetes Tool

Nutzt Du lieber Papier oder PC?

Ich persönlich bevorzuge es, meinen Workflow über ein Excel Sheet wöchentlich zu managen. Folgende Fragen stelle ich mir dabei:

  • Gibt es Inhalte, die erstellt bzw. editiert werden müssen?
  • Muss ich Bilder oder Grafiken erstellen (lassen)?
  • Sind Inhalte fertig zur Veröffentlichung?

Blogartikel, Social Media Beiträge und E-Mails plane und veröffentliche ich direkt über die jeweilige Software bzw. Plattform.

Du hast aber auch die Möglichkeit, diverse andere Tools zu nutzen.

Von Google Docs über WordPress Plugins wie Editorial Calender bis hin zu Social Media Management Plattformen wie Hootsuite hast Du schier unbegrenzte Möglichkeiten.

3.2 Plane den Content

Du hast bereits einen großen Schritt gemacht, um Deine Content Ideen zu organisieren, die Deinen Content Marketing Plan füllen.

Du weißt warum Du Inhalte erstellst und kennst Dein übergeordnetes Ziel, das Du mit Deinem Blog erreichen möchtest.

Wenn es um das Planen Deines Contents geht, ist es sinnvoll die Strategie der Content-Syndication (=Mehrfachverwertung von Inhalten) anzuwenden.

Dadurch fällt es Dir leichter, verschiedene Content Arten auf unterschiedlichen Plattformen zu veröffentlichen.

So kannst Du Texte als Podcast einsprechen oder Videos auf YouTube, Instagram veröffentlichen und zusätzlich in eine Tonspur und ein Transkript verwandeln.

Das einzige was Du dann machen solltest, ist durch Deinen Content Marketing Plan zu gehen und entscheiden, wann Du was, wo veröffentlichst.

Das funktioniert besonders gut, wenn Du mehrmals die Woche Inhalte veröffentlichen willst.

Darüber hinaus solltest Du eine Strategie für Deine Keywords rund um Dein Expertenthema entwickeln. Hier findest Du eine passende Anleitung, um Keyword Recherche zu betreiben.

Dein Content Marketing Plan erleichtert Dir das Planen und Veröffentlichen von Inhalten, gerade wenn Du viele Inhalte produzieren möchtest und auf verschiedenen Plattformen unterwegs bist.

Sicher Dir Deine Vorlage im Content Marketing Workbook auf Blatt Nr.3:

[ Content Marketing Workbook Download ] [ Print Edition ]

4. Die Content Produktion

Wie schaffst Du es Inhalte zu erstellen, die mit ihrer Veröffentlichung geteilt werden?

Wie Studien belegen, sind es in erster Linie Stories oder Beiträge, die sich positiv auswirken.

Solche Inhalte, die ein Gefühl von Begeisterung, Freude oder aber auch Frustration oder Angst auslösen und somit eine Reaktion bei Deinen Lesern bewirken.

Langweilige Inhalte teilt niemand.

Ein weiterer Punkt ist das Erscheinungsbild Deiner Inhalte.

Leg Wert auf Qualität statt Quantität.

Nutze ansprechende Elemente in Deinen Inhalten wie Bilder, Stichpunkte und Unterüberschriften.

5. Die Content Promotion

Wie schaffst Du es Deine Inhalte effektiv zu verbreiten und zu vermarkten?

Viele Leute tun sich schwer damit, Content Promotion zu verstehen und anzuwenden.

Es reicht nicht aus, die Inhalte auf Deiner Website zu platzieren oder automatisch zu veröffentlichen.

Nur ein Teil der potenziellen Kunden findet den Weg direkt zu Deiner Website.

Für eine zielführende Content Promotion brauchst Du überzeugende Ideen, beeindruckendes Design, teilbare Inhalte und Multi-Plattform Content, wie z.B. Infografiken oder Videos.

Wusstest Du, dass einige Blogger empfehlen, genauso viel Zeit in die Content Promotion wie in die Content Produktion zu stecken?

Das ist echt beeindruckend.

Deiner Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt (natürlich sollte es zu Deiner Marke passen):

  • Veröffentliche einen Beitrag auf großen Content Communities.
  • Promote Deinen Content auf Social Media Plattformen.
  • Beantworte Fragen auf Quora und verweise auf Deine Beiträge.
  • Ermögliche einfaches Teilen Deiner Inhalte und fordere die Leute zum Handeln auf.
  • Nutze die Reichweite von anderen Experten und veröffentliche Gastbeiträge oder Experteninterviews.
  • Bau Dir eine E-Mail Liste auf und beitreibe E-Mail Marketing.
  • Konzentriere Dich auf die Plattformen, die gut für Dich funktionieren.

Schlusswort

In diesem Beitrag hast Du erfahren, wie Du Dich auf den richtigen Weg zum Content Erfolg begibst, Content Ideen generierst und so aufbereitest, dass Du Deinen Wunschkunden begeisterst.

Du hast alles was Du brauchst, um einen Content Marketing Plan für Deinen Blog und Social Media zu erstellen.

Er wird ab jetzt Dein treuer Begleiter sein, um Deinen Content optimal zu organisieren, effizient zu planen, zu promoten und für mehr Begeisterung bei Deiner Zielgruppe zu sorgen.

Ich hoffe, dass Du jetzt eine einfache Content Strategie besitzt und die Wahrscheinlichkeit erhöhst, um in Deiner Nische herauszuragen.

Viel Erfolg bei Deiner Umsetzung!

Hinterlass mir doch gerne ein Kommentar: Inwieweit organisierst und planst Du Deinen Content, um Deine Ziele zu erreichen? Was sind Deine besten Tipps, um Content effektiv zu vermarkten?

P.S. Bitte teile diesen Beitrag bitte auf Social Media, so dass auch andere ambitionierte Menschen die Chance haben, den Content Marketing Plan für sich zu nutzen…

Quellen

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Torsten
Torsten

Torsten hilft ambitionierten Einzelunternehmern, sich mit ihrem Thema als Experte zu positionieren. Sei es das passende Zielbild zu erstellen, die eigene Online Präsenz aufzubauen oder den eigenen Expertenstatus zu etablieren.

    1 Antwort zu "In 5 Schritten zum Content Marketing Plan inkl. Workbook"

    • Susanne

      Hallo Torsten! Herzlichen Dank für deinen sehr informativen Beitrag! In Bezug auf das Thema Content Marketing sehe ich mich als Pionier! Das Workbook im Kontext mit deinem aktuellen Beitrag ist wirklich eine riesige Unterstützung! Danke! Sonnige Grüße, Susanne.

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