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Was ist eine E-Mail Marketing Kampagne?

Eine E-Mail Marketing Kampagne besteht aus einer Reihe von E-Mails, die an (potenzielle) Kunden versandt werden. Eine erfolgreiche E-Mail Marketing Kampagne zeichnet sich dadurch aus, dass sie weitere Leads generiert, diese zum Kunden weiterentwickelt und somit zum Kauf von angebotenen Produkten oder Dienstleistungen anregt.

Schritt für Schritt zur erfolgreichen E-Mail Marketing Kampagne

Der Aufbau einer erfolgreichen E-Mail Marketing Kampagne erfordert in erster Linie eine gute Vorbereitung.

Die folgenden Punkte helfen Dir, eine E-Mail Marketing Kampagne erfolgreich umsetzen:

  1. Leg Kampagnenziele fest.
  2. Erstelle eine E-Mail-Liste.
  3. Verstehe die verschiedenen E-Mail Arten.
  4. Analysiere Deine Zielgruppe.
  5. Wähle Marketing Tools aus.
  6. Gestalte Anmeldeformulare.
  7. Plan die E-Mail Kampagne.
  8. Schreib überzeugende Betreffzeilen.
  9. Erstelle Inhalte.
  10. Designe die E-Mails.
  11. Erstelle Werbetexte.
  12. Analysiere die Kampagnenergebnisse.

Legen wir los!

#1 Leg die Ziele Deiner E-Mail Marketing Kampagne fest.

Überleg Dir zuerst, welches Ziel Du mit der E-Mail Marketing Kampagne verfolgen willst – möglich wäre z.B. eine E-Mail Kampagne, die

  • darauf abzielt, Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben,
  • inaktive Kontakte zu reaktivieren,
  • oder Deine E-Mail Liste zu segmentieren.

Wenn Du eine Kampagne für neue Leads aufbaust, gilt es in erster Linie Vertrauen aufzubauen. Das gelingt Dir wie folgt:

  • Bedanke Dich bei Deinem Kunden für sein Vertrauen, wenn er sich bei Dir angemeldet hat,
  • Begrüße ihn in Deiner Welt und
  • klär ihn darüber auf, wer Du bist, was Du machst und was er von Dir erwarten kann.

Konzentriere Dich darauf mit Deinen Texten einen Mehrwert und somit Nutzen für Deine Empfänger zu liefern.

#2 Nutz eine E-Mail Marketing Software und bau eine E-Mail Liste auf.

Deine E-Mail-Liste ist der Kernpunkt jeder Mailingkampagne.

Gleichzeitig stellt die Erstellung einer eigenen Kontaktliste eine Herausforderung dar:

Zum einen musst Du zuerst Kontaktdaten von Leads generieren und zum anderen bist Du gesetzlich verpflichtet, die datenschutzrechtlichen Bestimmungen einzuhalten.

Ein wichtiges Kriterium ist dabei u.a. der Double Opt-in Prozess und die Aufklärung über das Speichern von Nutzerdaten.

Wie Du Deine E-Mail-Liste aufbauen kannst:

Das Importieren bestehender Kontakte

Wenn Du bereits über Kundenkontakte verfügst, solltest Du diese zuerst zu Deiner E-Mail-Liste hinzufügen.

Newsletter abonnieren

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Deinen Newsletter zu bewerben – z.B. durch ein Anmeldeformular auf Deiner Website, wie auf meinem Blog in der Header Bar:

Header Bar - Newsletter anmelden

Die Header Bar kannst Du auf Deiner Website so gestalten, dass sie Besucher dazu auffordert, als Erstes ihre E-Mail-Adresse einzugeben, um regelmäßig Informationen über Dich, Dein Unternehmen oder Deine Leistungen zu erhalten.

Das Einrichten der Anmeldeformulare

In dem Anmeldeformular gibst Du die wichtigsten Fakten über Deine Angebote an und forderst Besucher mit einem Call-to-Action auf, ihre E-Mail Adresse einzutragen, um regelmäßig weitere Informationen zu erhalten.

Denk daran, nicht zu viele Informationen abzufragen. Je mehr Informationen Du abfragst, desto geringer ist in der Regel die Conversion – ich empfehle Dir maximal zwei Abfragen. Teste es aus auf Deiner Website.

Tipp: Um Deine Conversion zu steigern, helfen Dir diese 7 Prinzipien des Überzeugens.

#3 Verstehe die unterschiedlichen E-Mail Arten.

E-Mails unterscheiden sich grundsätzlich in drei Arten:

  1. Promotion-E-Mails. Sie zielen hauptsächlich darauf ab, das eigene Unternehmen und dessen Produkte oder Dienstleistungen in den Fokus zu rücken.
  2. Relationale E-Mails. Sie zielen darauf ab, Deinem Kunden das zu liefern, was Du ihm versprochen hast, z.B. der wöchentliche Newsletter oder ein digitales Infoprodukt, das der Kunde bei Dir angefragt hat.
  3. Transaktionale E-Mails wiederum beziehen sich auf bestimmte Aktionen, die der Kunde durchführt. Eine transaktionale E-Mail kann z.B. eine Bestätigungsmail für eine Anmeldung oder den Kauf eines konkreten Produktes oder eine Willkommensnachricht sein.

Jetzt, wo Du die drei E-Mail Arten kennst, kommen wir zum nächsten wichtigen Schritt.

#4 Analysiere Deine Zielgruppe.

Wenn Du Dich mit Deinem Wunschkunden beschäftigst, kennst Du seine Vorlieben und Wünsche.

Richte die Inhalte der E-Mail in Deiner Marketing Kampagne auf die Bedürfnisse Deiner Kunden aus.

#5 Nutz Marketing-Tools.

Im digitalen Marketing gibt es mittlerweile zahlreiche Tools, die die Arbeit eines Marketers erleichtern.

Von einfachen Excel Vorlagen als Redaktionsplan, über Google Analytics zur Auswertung von Conversion Rates bis hin zu E-Mail Marketing Softwares, mit denen Du Deine Kontakte pflegst, Kampagnen aufbaust und optimierst.

Achte bei der Auswahl Deiner E-Mail Marketing Tools auf Funktionen wie:

  • Einfache Erstellung und Automatisierung von Kampagnen, einschließlich Vorlagen und Workflows.
  • Integrationen mit vorhandener Software, wie z.B. WordPress inkl. Plugins.
  • Möglichkeiten, Deine Zielgruppe zu analysieren und zu segmentieren.
  • Erfolgskontrolle der E-Mail-Kampagnen.

Funktionen wie die unten abgebildeten Automatisierungen von MailChimp helfen Dir dabei, Willkommens E-Mails zu senden oder Follow-up Serien zu erstellen.

MailChimp - E-Mail Automation erstellen

#6 Gestalte Opt-ins.

Ein Opt-in ist eine Zustimmung des E-Mail-Empfängers zum Erhalt von E-Mails.

Diese Opt-ins können jedoch unterschiedlich gestaltet werden – in Form von Bannern oder Pop-ups, wie z.B.

  • Lightbox Pop-ups, die auf jeder Seite erscheinen können und den Rest des Inhalts vorübergehend ausblenden, sodass sich der Nutzer auf das Opt-in konzentrieren kann. Diese Pop-ups konvertieren sehr gut – ein Beispiel von derdigitaleunternehmer.de:
Lightbox-Pop-ups - Beispiel
  • Exit-intent Pop-ups, die angezeigt werden, wenn Personen im Begriff sind, die Website zu verlassen. Das ist ein guter Zeitpunkt, um deinen Bleimagneten anzubieten – ein passendes Beispiel:
Exit-intent Pop-ups - Beispiel

Um die besten Ergebnisse zu erzielen:

  • Platzier die Opt-ins an mehreren Stellen und
  • variiere mit den Auslösern zur Anzeige der Opt-ins (z.B. Zeit, Scrollen).

Deine Opt-ins sollten auf jeden Fall so eingerichtet werden, dass sie Deine Besucher nicht belästigen.

#7 Plane Deine E-Mails und Follow-ups.

Sobald Du Dein Kampagnenziel, den geeigneten E-Mail-Typ und Deine Zielgruppe kennst sowie Menschen mit gezielten Opt-ins auf aufmerksam gemacht hast, ist es an der Zeit, Deine E-Mail-Marketing-Kampagne zu planen.

Mit Deinem Kampagnenplan schaffst Du Dir einen Überblick, bevor es dann in den nächsten Schritten #8 und #9 darum geht, Deine Inhalte auszuarbeiten.

Schreib Dir die folgende Punkte auf:

  • Sendezeitpunkte und Frequenz der E-Mails,
  • die Art der E-Mail, die Du schreiben möchtest (siehe Schritt #3),
  • Ideen zu möglichen Inhalten der E-Mails,
  • die Handlung, zu der Du Deine Abonnenten bewegen möchtest.

Denk dran, E-Mails nicht zu oft zu verschicken – das kann dazu führen, dass Du die E-Mail Empfänger zu stark mit Informationen überlastest.

Jede E-Mail sollte sinnvolle und für den Empfänger wertvolle Informationen enthalten.

#8 Schreib überzeugende Betreffzeilen.

Ein wichtiger Bestandteil jeder E-Mail ist die klickstarke Betreffzeile – sie soll Deine E-Mail Empfänger dazu veranlassen, Deine mühsam gestaltete E-Mail tatsächlich auch zu öffnen.

Was macht eine überzeugende Betreffzeile aus? – Sie…

  • sollte kurz und prägnant sein und aus maximal 50 Zeichen bestehen.
  • soll den Empfänger persönlich ansprechen und klar aussagen, was er in der E-Mail erfährt. Am besten eignen sich dafür Wörter, die Emotionen hervorrufen. Beispiele dafür sind: ˶Vermisst Du etwas?˝ oder ˶Dinge, auf die Promis stehen!˝
  • kann lustig gestaltet werden oder die Eitelkeit von Personen ansprechen.
  • Sie kann auch die Aktualität unterstreichen, wie z.B. ˶Wichtige Info!˝ oder auch gewollt kontraproduktiv wirken, wie ˶Öffne diese Mail nicht!˝

#9 Erstell Inhalte, die Mehrwert liefern.

Entscheidend für jede E-Mail ist der jeweilige Inhalt – dieser sollte in erster Linie einen Mehrwert für den Kunden liefern.

Stell darüber hinaus sicher, dass der Inhalt auf Dein Kampagnenziel zugeschnitten ist. Es macht wenig Sinn, Dich bei jemanden vorzustellen, der Dich schon kennt…

Schreib E-Mails, die Deinen Lesern weiterhelfen.

#10 Wähl ein ansprechendes Design – passend für alle Endgeräte.

Eine überfüllte, schlecht formatierte E-Mail lädt ein, gar nicht mehr weiterzulesen und diese schnell wieder zu schließen.

Gestalte Deine E-Mails schlicht und dadurch ansprechend.

Oftmals reicht ein schwarzer Text auf weißem Hintergrund, der mit zwei, drei kontrastreichen Call-to-Actions ausgestattet ist.

Mehr als 50% aller User verwenden heute Smartphones oder Tablets – stimme das Design darauf ab und prüf es mit einer Testmail auf verschiedenen Endgeräten.

#11 Copywriting: Verfasse Werbetexte für Dein Marketing.

Copywriting ist ein Begriff des Content Marketings und bezeichnet das professionelle Verfassen von Werbebotschaften.

Der Werbetext soll interessant und nützlich sein, den Leser ansprechen und zu einer entsprechenden Handlung auffordern.

Wenn Du diesen Text in Deine E-Mails einbaust, so achte dabei auf folgende Punkte:

  • Verfass den Text möglichst kurz und bau darin alle notwendigen Informationen Niemand liest gerne langatmige Texte.
  • Lies Deine Text mehrmals durch, bevor Du ihn absendest und korrigiere Fehler!
  • Schreib Deine Abonnenten persönlich an. Das begeistert, schließlich liest jeder gerne seinen eigenen Namen.
  • Verfasse Deine Texte in einem freundlichen und auch emotional ansprechenden Stil.
  • Gib dem Leser einen Mehrwert – indem Du ihm z.B. aktuelle und einzigartige Informationen übersendest.
  • Erzähl Deine Story und ermögliche Deinem Leser sich mit Dir zu identifizieren. Das schafft Vertrauen.
  • Werte Deine E-Mail eventuell mit ansprechenden Fotos, Videos oder GIFs

Platziere am Ende Deiner Texte immer einen Call-to-Action, der Deine Leser zu einer nächsten logischen Handlung bewegt – auch mehrere Call-to-Actions, z.B. zusätzlich am Anfang und in der Mitte Deiner Texte sind sinnvoll.

#12 Teste und überwache den Erfolg Deiner E-Mail Marketing Kampagnen.

Wie überall im Online Marketing solltest Du abschließend den Erfolg Deiner E-Mail Marketing Kampagne kontrollieren.

Damit siehst Du, wie Deine E-Mails bei den Empfängern ankamen und ob Du einen sichtbaren Gewinn erzielen konntest.

Die Kennzahlen Deines E-Mail Providers helfen Dir dabei, Zustellraten, Öffnungsraten und Klickraten zu ermitteln.

Nutz die gewonnenen Erkenntnisse für die Ausarbeitung weiterer E-Mail Marketing Kampagnen.

Hier findest Du noch einige zusätzliche Tipps für Deine E-Mail Marketing Kampagne:

Das richtige Timing

E-Mails erreichen die Empfänger nicht immer zur richtigen Zeit.

Eine ausführliche Studie mit über 2 Mrd. ausgewerteten E-Mails liefert GetResponse. Sie zeigt, dass die meisten E-Mails nach dem Frühstück, nach Mittag sowie nach Feierabend gelesen werden.

Aber denk dran: Jede Zielgruppe ist anders.

Teste, teste, teste.

Je besser Du Deine Zielgruppe kennst, desto eher kannst Du dich dem perfekten Timing nähern.

Die häufigsten Fehler im E-Mail Marketing

Beim E-Mail Marketing werden immer wieder Fehler begangen, die wahre Killer sind – Vermeide sie unbedingt.

  • Wenn Du einen neuen Subscriber hast, lass ihn nicht warten! Schreib ihm direkt.
  • Überflute Deine E-Mails nicht mit zu vielen Calls-to-action.
  • Halte die in Deinen Mails angegebenen Versprechen auch ein. Wenn Du ankündigst, jede Woche einen Newsletter zu senden, Du aber nur alle paar Monate Neuigkeiten lieferst, springen viele Abonnenten ab.
  • Vermeide in den Mails auch typische Werbeausdrücke, wie z.B. ˶Jetzt kaufen˝ (besser: „Jetzt sichern“) oder ˶Das ist das beste Produkt˝ (das nimmt Dir keiner ab).

Schlusswort

Mit dieser Schritt-für-Schritt Anleitung sollte es Dir gelingen, eine möglichst erfolgreiche E-Mail Marketing Kampagne ins Leben zu rufen.

Achte am Schluss Deiner Mails immer darauf, zur Handlung aufzufordern. Der Call-to-Action besteht in erster Linie darin, einen nächsten „kleinen Schritt“ zu gehen – z.B. die Weiterleitung zu einer Landing Page oder einem Beitrag, wo Dein Leser mehr zu diesem Thema erfährt.

Stell nicht unbedingt immer Deine Produkte oder Dienstleistungen in den Mittelpunkt – es können auch Gratis Downloads oder Kennenlerngespräche sein.

P.S. Teile diesen Artikel auf Social Media, sodass auch andere ambitionierte Menschen die Chance haben, eine erfolgreiche E-Mail Marketing Kampagne zu erstellen…

Quellen

Weiterempfehlungen

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Torsten
Torsten

Torsten hilft ambitionierten Einzelunternehmern, sich mit ihrem Thema als Experte zu positionieren. Sei es das passende Zielbild zu erstellen, die eigene Online Präsenz aufzubauen oder den eigenen Expertenstatus zu etablieren.

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